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Kaufabwicklung

Das Prozedere und Nebenkosten beim Hauskauf in Hamburg und Umgebung

Behalten Sie jederzeit den Überblick

Der Kauf einer Immobilie stellt ein umfangreiches Prozedere dar, welches verschiedene Schritte und Institutionen beinhaltet. Nach getroffener Kaufentscheidung und abgesicherter Finanzierung wird sich zuerst auf ein Notariat geeinigt, da ein Immobilienkauf eine notarielle Beurkundung erfordert. Das Grundbuch wird vom Notar eingesehen, das Vertragswerk erstellt und an Käufer, Verkäufer und uns zur Prüfung zugesandt. Nach Freigabe und Klärung aller offenen Fragen wird ein Notartermin vereinbart, wo Käufer und Verkäufer oder bevollmächtigte Vertreter persönlich erscheinen müssen; wir sind ebenfalls bei jeder Beurkundung anwesend. Das Vertragswerk wird komplett vorgelesen, bei Bedarf angepasst und dann unterschrieben.

Daraufhin wird innerhalb kürzester Zeit eine Auflassungsvormerkung in das entsprechende Grundbuch eingetragen, was einer vertraglich rechtlichen Zusicherung des Erwerbs gleichkommt. Im Falle einer Finanzierung wird zudem eine notarielle Grundschuldbestellung vorgenommen. Weiter organisiert der Notar erforderliche Unterlagen für den rechtssicheren und lastenfreien Erwerb wie Vorkaufsrechtsverzichtserklärung, Löschungsunterlagen eventuell eingetragener Grundpfandrechte, bei Wohnungen die Zustimmungserklärung der WEG-Verwaltung und nach Zahlung der Grunderwerbssteuer die Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Der Käufer erhält dann im Regelfall 1-3 Monate nach Beurkundung vom Notar per Fälligkeitsmitteilung die Aufforderung zur Zahlung des Kaufpreises und beauftragt bei seiner Bank die Auszahlung; entweder auf das sogenannte Notaranderkonto oder per Direktzahlung an den Verkäufer. Unmittelbar nach Erhalt des Kaufpreises findet die Übergabe statt, welche wir mit einem Übergabeprotokoll protokollieren und gemeinsam mit Verkäufer und Käufer durchführen. Übergebene Schlüssel und Zählerstände werden dokumentiert und von beiden Seiten unterschrieben. Der Käufer ist nun Besitzer der Immobilie und zur vollen Nutzung berechtigt.

Nachdem dem Notariat der Eingang des vollständigen Kaufpreises bestätigt wurde, wird vom Notar im Hintergrund und unabhängig von der Übergabe der Antrag auf Eigentumsumschreibung beim Grundbuchamt eingereicht. Abhängig von der Auslastung des Grundbuchamtes wird 3-12 Monate nach Beurkundung schriftlich die Auflassung erklärt, was der dinglichen Eigentumsübertragung gleichkommt und somit den Immobilienkauf abschließt.

Folgende Nebenkosten sind beim Immobilienkauf in Deutschland zu beachten:

Finanzierungskosten

Im Regelfall wird beim Immobilienkauf ein Bankdarlehen aufgenommen, wobei sich die anfallenden Nebenkosten der Finanzierung stark unterscheiden, abhängig von Kreditinstitut, Eigenkapital und Kreditsumme. Zu beachten sind eventuell auftretende Bearbeitungsgebühren, Wertermittlungskosten, Bereitstellungszinsen, Teilauszahlungszuschläge und Sondertilgungsgebühren.

Grundbuchsamt- und Notarkosten

Für die Tätigkeiten des Grundbuchamtes fallen Gerichtskosten an. Die Grundbuchsamt- und Notarkosten belaufen sich in der Regel auf etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises und hängen von Kaufpreishöhe und Bundesland ab. Je höher der Kaufpreis, desto niedriger stellt sich der Prozentsatz dar.

Grunderwerbssteuer

Die vom Finanzamt beim Immobilienkauf berechnete Grunderwerbssteuer wird auf Grundlage des Grunderwerbssteuergesetzes erhoben. Die Bundesländer haben keine einheitliche Regelung, sondern variieren von der Höhe der Grunderwerbssteuer zwischen 3,5 % und 6,5 %. Aktuell liegt diese in Hamburg bei 4,5 %, in Schleswig-Holstein bei 6,5 % und in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bei 5 %.

Maklerprovision

Die Maklerprovision ist eine sogenannte Erfolgsprovision und wird nur bei einem erfolgreichen Wohnungs- oder Hauskauf berechnet. Die Provisionshöhe beträgt 6,25 % inklusive 19 % Mehrwertsteuer.